Fachbereiche

Führungskräfte und Beschäftigte der JGU erklären, warum sie Jahresgespräche führen und für sinnvoll und nützlich erachten.

Univ.-Prof. Dr. Susanne Foitzik (FB 10, Biologie)

Ich halte Jahresgespräche für sinnvoll, weil man so auf die Wünsche und Bedürfnisse eingehen kann, die vielleicht sonst im Arbeitsalltag untergehen. Ich führe Jahresgespräche, weil ich so von den Mitarbeiter/-innen ein übergreifendes Feedback bekomme und geben kann. Das Jahresgespräch mit meinen Mitarbeiter/-innen nützt mir als Führungskraft, weil es die Zugehörigkeit zur Gruppe und die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter/-innen erhöht.

Univ.-Prof. Dr. Silvia Hansen-Schirra (ehem. Prodekanin FB 06, Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft)

Ich sehe in regelmäßig durchgeführten Jahresgesprächen eine Plattform der Anreizorientierung. Sie bieten meinerseits eine hervorragende Möglichkeit, mögliches Entwicklungspotenzial für meine Mitarbeiter aufzuzeigen. Im Umkehrschluss können meine Mitarbeiter persönliche Ziele und Meilensteine formulieren. Gemeinsam lassen sich dann Anreize wie Fortbildungen, die Finanzierung von Konferenzreisen, die Beantragung von innovativen Lehr- oder Forschungsprojekten etc. definieren. Durch die Evaluierung der erfolgten Entwicklungen im Folgejahr lässt sich systematisch Personalentwicklung betreiben. All dies würde ohne konsequent durchgeführte Jahresgespräche im Alltagsgeschäft untergehen und an Bedeutung verlieren.

Dr. Eva Heinemann (Geschäftsführerin Personal, Dekanat FB 03, Recht und Wirtschaft)

Ich führe Jahresgespräche schon seit mehr als 9 Jahren und halte sie für unerlässlich. Ich bin der Meinung, dass ich mit gut vorbereiteten und professionell geführten Gesprächen meine MitarbeiterInnen motivieren und Ihnen durch die von mir gewidmete Zeit meine persönliche Wertschätzung zeigen kann. Die Gespräche finden zusätzlich zu den täglichen Gesprächen, Fachgesprächen und routinemäßigen Dienstbesprechungen statt. Im Jahresgespräch ziehe ich mit meinen MitarbeiterInnen strukturiert und zusammenfassend unter vier Augen Bilanz unserer Zusammenarbeit. Wir reflektieren gemeinsam die Arbeitsbedingungen, geben uns einander Rückmeldung zur Zusammenarbeit und besprechen Personalentwicklungsbedarfe und -möglichkeiten.  

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Kruip (ehemaliger Dekan, FB 01, Katholische und Evangelische Theologie)

Bevor ich an die Universität Mainz kam, leitete ich die Katholische Akademie für Jugendfragen (1995-2000) und das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (2000-2009). Dort habe ich bereits gute Erfahrungen mit Jahresgesprächen gemacht und möchte sie nun auch hier an der Universität wieder praktizieren - obwohl wir in einer kleinen Fakultät mit verhältnismäßig wenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits ein recht enges Arbeitsverhältnis mit intensivem Austausch pflegen. Es ist wichtig, sich außerhalb der normalen Routinen Zeit für ein solches Gespräch zu nehmen, das nicht aus einem bestimmten Anlass heraus motiviert ist, so dass man auf Distanz zur gemeinsamen Arbeit gehen kann und über die Dinge sprechen kann, die im Alltag auch dann zu kurz kommen, wenn sich Chef/in und Mitarbeiter/innen gut verstehen. Und meine Erfahrung zeigt: die für ein solches Gespräch investierte Zeit lohnt sich, weil dadurch die Arbeit in aller Regel effizienter wird, gegenseitiges Vertrauen gestärkt wird und alle Beteiligten mit der Arbeit zufriedener werden. 

Stefanie Meyer (Geschäftsführerin Kunsthochule Mainz)

Als Führungskraft freue ich mich sehr, dass das Jahresgespräch einen exklusiven Raum im Rahmen des Führungshandelns erhält. Es gibt mir die Möglichkeit, fern des „Tagesgeschäfts“/des „Managements“ meine Führungsarbeit und die Dimensionen unserer (Zusammen-)Arbeit zu reflektieren, den Mitarbeiterinnen einzeln zu begegnen und speziell nach Entwicklungsräumen Ausschau zu halten:, für die Mitarbeiterin, für das Team und den Arbeitsbereich aber auch für mich als Führungskraft.

Univ.-Prof. Dr. Louis Velthuis & sein Team (FB 03, Lehrstuhl Controlling)

Das sagt Univ.-Prof. Dr. Louis Velthuis:

Ich führe Jahresgespräche, weil mir meine Mitarbeiter/-innen sehr wichtig sind! Ich halte Jahresgespräche für sinnvoll, weil es sehr viel bringt, sich jenseits des Tagesgeschäfts richtig Zeit füreinander zu nehmen.

Das sagt das Team des Lehrstuhls Controlling:

Wir führen jetzt seit zwei Jahren Mitarbeitergespräche in Form eines Jahresgespräches durch. Anfangs waren wir uns im Team sehr unsicher darüber, ob ein solches Gespräch überhaupt sinnvoll für uns ist, da wir dachten, bereits eine sehr gute Kommunikationskultur am Lehrstuhl zu pflegen. Nach der Durchführung des ersten Jahresgespräches waren wir über das Ergebnis umso mehr überrascht. Wir haben festgestellt, dass die Gespräche mittels des Leitfadens viel strukturierter und zielgerichteter ablaufen. Durch das Jahresgespräch wurden ferner Themen angesprochen, die vorher nie besprochen wurden, da wir bis dahin teilweise den Bedarf gar nicht erkannt haben. So haben wir es geschafft, mehr Transparenz bzgl. der Aufgabenerledigung zu schaffen und vorhandene Störfaktoren auf strukturiertem Wege zu klären. Zudem wirkte die Besprechung und das Festhalten von Zielen für die zukünftige Zusammenarbeit – auch in Bezug auf Möglichkeiten der Weiterbildung/-entwicklung – sehr motivierend auf das ganze Team. Zusammenfassend können wir sagen, dass sich die Mitarbeitergespräche nicht nur positiv auf die Beziehung zwischen den einzelnen Mitarbeitern und unserem Chef ausgewirkt haben, sondern auch auf die Zusammenarbeit im gesamten Team.