Außerakademische Karrierewege

Möchte man sich als Nachwuchswissenschaftler*in außerhalb der Wissenschaft orientieren, dann wirkt der Arbeitsmarkt abseits der öffentlich finanzierten Forschung oftmals unübersichtlich oder gar unzugänglich. Die Berufsfelder und Möglichkeiten, die offenstehen, sind nicht ohne weiteres zu erkennen. Gleichzeitig bietet er viele Chancen, gerade für gut ausgebildete Akademikerinnen und Akademiker.


Bewerbungsablauf als Wissenschaftler*in in der Wirtschaft

Das Bewerbungsverfahren außerhalb der Wissenschaft unterscheidet sich deutlich von Verfahren in akademischen Bereichen im Hinblick auf Verfahrensweisen, aber auch auf Standards bei der Bewerbung. Publikationen, Lehre und eingeworbene Drittmittel sind weniger entscheidend, es geht vielmehr um fachliche und persönliche Kompetenzen. Um für außeruniversitäre Arbeitgeber attraktiv zu sein, sind diese in der Bewerbung und im Vorstellungsgespräch klar herauszuarbeiten.

Eine deutsche Bewerbung im Bereich der freien Wirtschaft besteht in der Regel aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf mit Bewerbungsbild und den relevanten Zeugnissen, wie zum Beispiel Studienabschluss, Promotion, Arbeitszeugnisse, Weiterbildungszertifikate. Die Publikationsliste sollten Sie in der Regel nicht mitschicken! Eine Ausnahme dabei bilden z.B. Stellen mit Bezug zu Forschung und Entwicklung (resarch & Development), dort ist eine Publikationsliste durchaus sinnvoll. Die Herausforderung besteht darin, dem zukünftigen Arbeitgeber mit einer passenden Bewerbung die erwünschten Informationen übersichtlich auf maximal 2 bis 3 Seiten zu liefern, damit Sie aus möglicherweise zahlreichen Bewerbungen für ein Vorstellungsgespräch ausgewählt werden.

Wenn Sie erfolgreich die erste Hürde des schriftlichen Bewerbens nehmen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, hilft eine gründliche Vorbereitung die Nervosität unter Kontrolle zu halten. In einem Bewerbungsgespräch wird von Ihnen ein bewusstes Selbstmarketing und eine strategische Kommunikation verlangt. Bewerbungsgespräche haben ein bestimmtes Muster. Zuerst wird der Bewerber mit Smalltalk begrüßt, dann werden Sie eingeladen, etwas über sich zu erzählen, anschließend stellt der Arbeitgebende sich als Firma und die Stelle vor - wonach Sie die Möglichkeit haben, Ihre Fragen zu stellen - und zum Abschluss klären Sie, wie es weitergeht. Für verschiedene Positionen oder (meist große/internationale) Unternehmen gibt es im Bewerbungsverfahren zusätzliche Elemente, wie eine (Forschungs-) Projektpräsentation oder z.B. Assessment-Center.

Wenn Sie vorhaben, sich auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu bewerben, müssen Sie sich vorher genau informieren. Denn trotz Globalisierung und zunehmend mobiler Arbeitnehmer sind die Gewohnheiten auf den diversen Arbeitsmärkten jedoch immer noch recht unterschiedlich. Gute Kenntnisse der interkulturellen Unterschiede sind somit unverzichtbar.


Kompetenzen

Kompetenzen sind zentrale Fachbegriffe, die in Bewerbungsverfahren einen hohen Stellenwert haben. Sie tauchen nicht nur in Stellenausschreibungen auf, Sie müssen auch in der Lage sein, Ihre Kernkompetenzen anhand von Beispielen zu erläutern. Aber auch nach einer Schwäche wird in Vorstellungsgesprächen gerne gefragt.

Ihre Qualifikationen und Kompetenzen erwerben Sie durch:

  • Ihre Tätigkeit in der Wissenschaft
  • Jobs/Praktika
  • Hobbies
  • Ehrenamt

Sie sind natürlich nicht in jeder Kompetenz auf die gleiche Weise erfahren, deshalb können Sie sich als Anfänger, Erfahrene oder Experten einstufen.

Arbeitgebenden zufolge bringen Nachwuchswissenschaftler*innen folgende Kompetenzen mit:

  • Analysieren
  • Fremdsprachen
  • Führung (offiziell / inoffiziell im Hinblick auf Hilfskräfte, Arbeitsgruppe, etc.)
  • Fundraising
  • Informationsmanagement
  • Interkulturelle Kompetenzen
  • Präsentieren
  • Projektmanagement
  • Texte Verfassen, Schreibkompetenz
  • Recherchieren

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